Allianz MTV Stuttgart

Das Gerüst des künftigen Teams steht

Volleyball-Bundesligist Allianz MTV Stuttgart verlängert mit Pauline Martin und Lucia Varela Gomez – der Kader für die nächste Saison nimmt mehr und mehr Gestalt an.

Das Gerüst des künftigen Teams steht

Linkshänderin mit großer Schlagkraft: Pauline Martin.

Von Jochen Klingovsky

Konstantin Bitter hat derzeit viel zu tun. Der Trainer des Volleyball-Bundesligisten Allianz MTV Stuttgart muss sein Team auf die Play-offs vorbereiten, an diesem Samstag (17.15 Uhr) steht in Erfurt das vorletzte Spiel der Hauptrunde an. Und zudem hat er nach der Trennung von Sportdirektorin Kim Renkema die Aufgabe, die Mannschaft für die nächste Saison zusammenzustellen. Nach den jüngsten Vertragsverlängerungen mit Pauline Martin und Lucia Varela Gomez nimmt der künftige Kader mehr und mehr Gestalt an. Ein Überblick.

Diagonalangriff

Topspielerin Krystal Rivers (30) wird ihre Karriere beenden, die Nummer eins auf dieser Position ist in Zukunft Pauline Martin (22) – vom Potenzial der Belgierin, die bislang immer dann eingesprungen ist, wenn Krystal Rivers eine Auszeit benötigte, sind die Verantwortlichen überzeugt. „Sie ist eine tolle Persönlichkeit“, sagt Bitter, „wir versprechen uns sehr viel von ihr.“ Das passt zu den Ambitionen der Linkshänderin: „Stuttgart ist ein großartiger Ort, um mich weiterentwickeln und auf einem hohen Niveau spielen zu können.“

Mittelblock

Lucia Varela Gomez (1,98 m) ist zwar erst 21 Jahre alt, aber längst eine feste Größe bei Allianz MTV Stuttgart. „Sie spielt eine sehr gute Saison“, sagt Geschäftsführer Aurel Irion, „deshalb war die Verlängerung ihres Vertrages keine Selbstverständlichkeit.“ Auch künftig wird die Spanierin im Mittelblock gesetzt sein. „Sie hat sich hervorragend entwickelt“, erklärt Trainer Bitter, und Lucia Varela Gomez sagt: „Ich bin sehr glücklich, dass der Verein mir weiter das Vertrauen schenkt.“ Verpflichtet wurde für den Mittelblock bereits die Belgierin Anna Koulberg (20, SC Potsdam), was bedeutet, dass Breland Morrissette (25) und/oder Kelsey Veltman (28) gehen werden – zumal auch Marie Steinhilber (18) aus dem eigenen Nachwuchs eine Chance bekommen soll.

Zuspiel

Das Duo für die nächste Saison steht: Pia Kästner (26), Deutschlands Volleyballerin der Jahre 2023 und 2024, hat ihren Vertrag verlängert, der Kontrakt der Belgierin Charlotte Krenicky (24) lief ohnehin bis Juni 2026. Milana Bozic (24) ist schon jetzt nur noch die Nummer drei, von ihr wird sich der Bundesligist trennen.

Außenangriff

Klar ist, dass die Spanierin Maria Segura Pallerés (32) ihre Karriere nach der WM im Sommer beenden will – diesmal endgültig. Die niederländische Olympia-Teilnehmerin Jolien Knollema (22) dürfte kaum zu halten sein, Madelyn Robinson (25) nach einer Saison, in der sie bis jetzt nicht mehr an ihren starken Auftritt beim Gewinn des Supercups gegen den SSC Schwerin herankam, in den Planungen wohl keine Rolle mehr spielen. Drei Spielerinnen stehen für diese Position fest: Antonia Stautz (31) hat einen neuen Vertrag unterschrieben, vom SC Potsdam kommt Eleanor Holthaus (24), und zudem trauen die Verantwortlichen auch Supertalent Leilani Slacanin (16) aus dem eigenen Nachwuchs viel zu. Trotzdem werden ein bis zwei weitere Neuverpflichtungen für den Außenangriff nötig sein.

Libera

Roosa Koskelo (33) plagen Knieprobleme, weshalb die Finnin ihre Karriere ziemlich sicher beenden muss. Zudem wird auch die niederländische Nationalspielerin Florien Reesink (25) den Meister nach Informationen unserer Zeitung verlassen. Den Part der erfahrenen Libera wird Yurika Bamba (33) übernehmen. Die Japanerin kommt ebenfalls vom Bundesligisten SC Potsdam.