Die SPD kassiert eine historische Niederlage - doch beide Parteichefs sehen sich weiter an der Spitze.
Die Parteispitze trat im Willy-Brandt-Haus auf.
Von dpa
Berlin - SPD-Chefin Saskia Esken will auch nach dem Debakel der Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl Parteivorsitzende bleiben. Sie habe mehr als fünf Jahre mit großer Freude an der Geschlossenheit der Partei gearbeitet, sagte Esken in der Berliner Parteizentrale. "Und das gedenke ich auch weiter zu tun."
Ihr Co-Vorsitzender Lars Klingbeil will ebenfalls an der Parteispitze bleiben und greift zusätzlich nach dem Fraktionsvorsitz. Die SPD hat bei der Wahl ein historisch schlechtes Ergebnis von 16,4 Prozent eingefahren.
Starker Zuwachs: Die AfD wurde zweitstärkste Kraft.
Die Spitzenkandidaten der Linken, Heidi Reichinnek und Jan van Aken, feiern ihren Erfolg.
Für Kanzler Scholz ist es kein guter Abend.
Die Grünen von Kanzlerkandidat Habeck und Außenministerin Annalena Baerbock haben laut Hochrechnungen nur leicht verloren.
FDP-Chef Lindner hat angekündigt, dass er der Politik den Rücken kehrt, sollte seine Partei aus dem Bundestag fliegen.