Sonne, Mond und Sterne im November

Herbst und Winter sind wieder beste Sternschnuppen-Zeit

Es gibt den Volksglauben, bei einer Sternschnuppe hat man einen Wunsch frei. Wenn das stimmt, könnten bis Weihnachten wieder einige Wünsche wahr werden. Ein Überblick über die Sternschnuppen-Schwärme, die bis zum Ende des Jahres noch zu erwarten sind.

Herbst und Winter sind wieder beste Sternschnuppen-Zeit

Meteoritenschauer der Perseiden bei Langwedel in Niedersachsen.

Von Markus Brauer

Himmelsgucker haben im Herbst und Winter gleich bei mehreren Meteoritenströmen gute Chancen auf Sternschnuppen. Mit den Tauriden, Leoniden, Geminiden und Quadrantiden verglühen Teilchen von vier größeren Strömen in der Erdatmosphäre. Dazu kommen mit den Draconiden, Orioniden, Ursiden drei kleinere Sternschnuppenströme.

 Bekannte Meteorströme im Jahreslauf

Tauriden: 15. September bis 25. November

 

 

Draconiden: 6. bis 10. Oktober

 

 

Orioniden: 12. bis 29. Oktober

 

 

Leoniden: 6. November bis 30. November

Geminiden: 4. Dezember bis 17. Dezember

 

 

 

 

Ursiden: 22./23. Dezember

Quadrantiden: 28. Dezember bis 12. Januar

 

 

Was sind astronomische Objekte?

Komet, Asteroid, Meteorit, Planet, Zwergplanet, Mond – was unterscheidet diese Gesteinsbrocken im Weltall voneinander? In der Astronomie (der Wissenschaft von den Gestirnen) und der Astrophysik (einem Teilgebiet der Astronomie, das sich mit den physikalischen Grundlagen der Erforschung von Himmelsobjekten beschäftigt) werden sämtliche Erscheinungen im Universum als astronomische Objekte bezeichnet.

 

 

Was sind Sternschnuppen?

Der Ursprung von Sternschnuppen sind Trümmer aus dem Weltall. Sternschnuppen entstehen, wenn kleine Objekte in die Erdatmosphäre eindringen und dort verglühen. Die weit sichtbaren Leuchtstreifen stammen dabei jedoch nicht von den verglühenden Staubkörnchen, sondern von den Luftmolekülen. Denn die schnellen kosmischen Geschosse übertragen einen Teil ihrer Energie auf die Luftmoleküle, die daraufhin Licht aussenden.

Ursprung der Bruchstücke von Sternschnuppen sind oft Kometen, die diese Teilchen entlang ihrer Bahn um die Sonne verstreuen. Die überwiegende Zahl der kosmischen Partikel ist recht klein, von Staubkörnchen – bis etwa Tennisballgröße.

Gerät die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne in eine solche Trümmerwolke, entwickeln sich Sternschnuppen-Schauer. Den einzelnen Lichtstreif nennen Astronomen auch Meteor. Zu den wohl auffallendsten Meteorströmen der Gegenwart gehören neben den Perseiden im August auch die Leoniden im November.