Die Stuttgarter Kickers zeigen eine Reaktion auf das 2:3 in Walldorf und besiegen im württembergischen Derby den 1. Göppinger SV mit 3:0. Mann des Tages vor 5380 Zuschauern war Doppeltorschütze Nevio Schembri, mit Mario Borac traf ein weiteres Eigengewächs.
Christian Mauersberger beglückwünscht den zweifachen Torschützen Nevio Schembri.
Von Jürgen Frey
Der Mann des Tages kam Freude strahlend in die Katakomben des Gazi-Stadions: „Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Von Anfang an zu spielen und dann noch zwei Tore zu machen. Das war ein perfekter Tag für mich“, sagte Nevio Schembri. Der 18-Jährige hatte mit seinen beiden Treffern vor der Pause den Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers auf die Siegerstraße gebracht, am Ende konnte er mit seiner Mannschaft nach zähem Beginn ein ungefährdetes 3:0 (2:0) gegen den Aufsteiger 1. Göppinger SV feiern.
Trainer Marco Wildersinn hatte Schembri auf der rechten Angriffsseite für Flamur Berisha gebracht. Es war die einzige Änderung in der Anfangsformation gegenüber dem enttäuschenden 2:3 in Walldorf. „Die Mannschaft hat vor einer tollen Kulisse eine solide Leistung gezeigt und Wiedergutmachung betrieben“, sagte Präsident Rainer Lorz.
5380 Zuschauer in Degerloch
5380 Zuschauer im Gazi-Stadion hatten in einem bis dahin ziemlich ausgeglichenen Spiel bis zur 28. Minute auf das 1:0 warten müssen. Dann köpfte Schembri den Ball nach einer Flanke von Mario Borac über die Linie. Es war der Dosenöffner für die Blauen. In der 41. Minute traf das Eigengewächs erneut, nach Vorarbeit von Lukas Kiefer drückte er das Leder mit dem Oberschenkel ins Tor. Zweimal war Schembri seinem Gegenspieler Jeffrey Idehen entwischt.
Nach der Pause war die Partie schnell endgültig entschieden. Der 19-jährige Borac traf mit einem Kopfball nach einer Ecke von Per Lockl (60.) zum 3:0. Die Göppinger reklamierten dabei, dass der Ball nicht über der Linie gewesen sein soll.
Danach verpassten es die Kickers, gegen die an diesem Tag viel zu passiven Göppinger, ihre Angriffe konsequenter auszuspielen und einen höheren Sieg zu landen. So sah das auch der Mann, der bei seiner Rückkehr im GSV-Dress nach Degerloch im Blickpunkt stand, aber wie seine gesamte Mannschaft nur wenig Akzente setzen konnte: „Das war eine verdiente Niederlage, uns hat im Spiel nach vorne der Mut gefehlt, so geht man bei den Kickers unter. Aber sie sind auch nicht unser Gradmesser“, sagte Kevin Dicklhuber.
Aufstellungen
Stuttgarter Kickers Neaime – Blank, Petrovic, Awortwie-Grant, Borac – Tomic (76. Schmidts), Lockl (84. Hencke), Kiefer – Schembri (71. Rexhepi), Skenderovic (46. Braig), Mauersberger (84. Berisha).
1. Göppinger SV Layer – Fröhlich (86. Cerimi), Steinbrenner, Milisic, Idehen – Schraml (79. Profis), Kececi (79. Braun)– Viventi (46. Trivunic), Dicklhuber, Selitaj – Ziesche (46. Baroudi).
Kickers-Termine
Regionalliga Kickers – FC Gießen 3:0, FC-Astoria Walldorf – Kickers 3:2, Kickers – 1. Göppinger SV 3:0, TSV Steinbach Haiger – Kickers (15. März, 14 Uhr)), Kickers – Kickers Offenbach (22. März, 14 Uhr), FSV Frankfurt – Kickers (30. März, 14 Uhr), Kickers – SGV Freiberg (2. April, 19 Uhr), TSG 1899 Hoffenheim II – Kickers (4. bis 6. April), Kickers – Bahlinger SC (11. bis 13. April), SG Barockstadt Fulda-Lehnerz – Kickers (19. bis 21. April), Kickers – Eintracht Trier (25. bis 27. April), Kickers – SC Freiburg II (2. bis 4. Mai), 1. FSV Mainz 05 II – Kickers (10. Mai, 14 Uhr), Kickers – KSV Hessen Kassel (17. Mai, 14 Uhr). (jüf)
Geschenk von Präsident Rainer Lorz für Kevin Dicklhuber
Per Lockl im Luftduell mit Kevin Dicklhuber
Torjubel bei den Kickers
Nevio Schembri (re.) erzielte vor der Pause zwei Tore.
GSV-Coach Gianni Coveli
Lukas Kiefer behauptet den Ball gegen Oguzhan Kececi.
Laufduell zwischen Göppingens Verteidiger Levin Steinbrenner und Meris Skenderovic (re.)
Rainer Lorz und Lutz Siebrecht (re.) waren zufrieden.
Kickers hatten Grund zum Jubeln.
Nevio Schembri feiert seinen perfekten Tag.
Marcel Schmidts (re., David Tomic) durfte gegen seinen Ex-Club nach der Einwechslung noch ran.
Trainer Marco Wildersinn konnte zufrieden sein.
Kevin Dicklhuber konnte wie das gesamte GSV-Team wenig Akzente setzen.
GSV-Kapitän Filip Milisic konnte die Niederlage in Degerloch nicht verhindern.
Aus dem B-Block kam wie immer großartige Unterstützung für die Blauen.
GSV-Keeper Matthias Layer bekam drei Gegentore.
Der 19-jährige Mario Borac hat sich einen Stammplatz erkämpft.