Kehl

Abgeschobener will mit Ausweis seines Zwillings einreisen

Ein Spanier darf nicht mehr nach Deutschland. Also will er die Polizei foppen - und nutzt die Papiere seines Bruders.

Die Bundespolizei durchschaute die Scharade. (Symbolbild)

© dpa/Sven Hoppe

Die Bundespolizei durchschaute die Scharade. (Symbolbild)

Von red/dpa/lsw

Nicht täuschen lassen haben sich Bundespolizisten am Grenzübergang Kehl-Europabrücke (Ortenaukreis): Ein abgeschobener Spanier hatte versucht, sie mit dem Ausweis seines Zwillingsbruders zu überlisten und nach Deutschland einzureisen. 

Polizeiangaben zufolge wurde der 22-Jährige am Montag in einem Fernbus kontrolliert und zeigte einen spanischen Ausweis. Aber die Polizisten zweifelten daran, dass es sich um seinen eigenen Ausweis handelte und überprüften seine Fingerabdrücke. Demnach bestätigte das den Verdacht: Laut Polizei hatte er sich mit der spanischen Identitätskarte seines Zwillingsbruders ausgewiesen.

Unter anderem wegen Raub und Körperverletzung abgeschoben

Gegen den Mann besteht ein Einreise- und Aufenthaltsverbot nach Deutschland bis 2028. Wegen mehrerer Straftaten in Hessen wie Raub, Diebstahl, Körperverletzung und Drogenhandel war er 2023 abgeschoben worden. Damit wurde ihm von Deutschland die Freizügigkeit als Bürger der Europäischen Union aberkannt, in andere Länder darf er reisen. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Missbrauchs von Ausweispapieren. Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde er nach Frankreich zurückgewiesen.

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Erstellt:
1. April 2025, 12:48 Uhr

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