Markus Frohnmaier

AfD-Landeschef will sich im Mai zu Spitzenkandidatur äußern

Aus Sicht von Parteifunktionären soll AfD-Landeschef Markus Frohnmaier die Partei in den Landtagswahlkampf führen. Er selbst hält sich dazu noch bedeckt.

AfD-Landeschef Markus Frohnmaier

© dpa/Marijan Murat

AfD-Landeschef Markus Frohnmaier

Von red/dpa/lsw

AfD-Landeschef Markus Frohnmaier will sich im Mai zu einer möglichen Spitzenkandidatur bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg erklären. „Am 9. Mai werde ich mich zu den Erwartungen äußern, die nun an mich herangetragen wurden“, sagte Frohnmaier. Der Politiker gilt als enger Vertrauter von AfD-Chefin Alice Weidel und sitzt seit 2017 im Bundestag.

Zuvor hatten sich mehrere Parteifunktionäre für eine Spitzenkandidatur des 34-Jährigen ausgesprochen. „Markus Frohnmaier wäre der geeignete Kandidat als Ministerpräsident“, sagte Co-Landeschef Emil Sänze dem SWR. Er gehe davon aus, dass Frohnmaier bei einem Parteitag große Zustimmung bekomme. 

Der Karlsruher AfD-Bundestagsabgeordnete Marc Bernhard sagte der „Bild“-Zeitung: „Markus Frohnmaier ist hervorragend geeignet als Ministerpräsidenten-Kandidat. Er ist unumstritten. Wir werden ihn dafür beim Parteitag vorschlagen.“

Laut Umfragen bei 15 Prozent

Aktuellen Umfragen zufolge hätte die AfD bei der Landtagswahl, die voraussichtlich am 8. März 2026 stattfindet, gute Chancen, ihr Ergebnis von der letzten Wahl zu verbessern. Damals kam die Partei auf 9,7 Prozent der Stimmen. Die letzte Umfrage des SWR von Mitte Dezember sah die Partei mit 15 Prozent auf dem dritten Platz nach CDU und Grünen. Bei der Bundestagswahl im Februar kam die AfD im Südwesten auf 19,8 Prozent der Stimmen. 

Aussichten auf eine Regierungsbeteiligung hat die AfD in Baden-Württemberg allerdings nicht. Alle anderen Parteien wollen mit den Rechtspopulisten nicht zusammenarbeiten.

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Erstellt:
2. April 2025, 13:04 Uhr

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