Wandertipp für Baden-Württemberg
Am Fuße der Limburg: zwischen Weilheim/Teck und Hepsisau
Bei dieser Tour am Fuße der Limburg, einem ehemaligen Vulkan am Rande der Schwäbischen Alb, wird man mit Ausblicken in alle Himmelsrichtungen belohnt. Besonders reizvoll ist diese Wanderung im April, wenn die vielen Kirschbäume rund um die Limburg blühen.

© /Jakob Panitz
Die Limburg ist der Hausberg von Weilheim/Teck.
Von Jakob Panitz
Bei dieser Tour am Fuße der Limburg, zwischen Weilheim und Hepsisau, wird man mit Ausblicken in alle Himmelsrichtungen belohnt. Die Limburg, ein ehemaliger Vulkan am Rande der Schwäbischen Alb, ist fast 600 Meter hoch und durch seine exponierte Lage schon von Weitem zu sehen. Einst stand dort auch eine Burg. Berthold I., aus dem Geschlecht der Zähringer, die hier ihren Stammsitz hatten, hatte sie vor rund 1000 Jahren errichtet. Heute allerdings sieht man kaum noch ihre Überreste. Dafür liegt direkt unterhalb der Bergspitze auf einer Höhe von rund 500 Metern „Württembergs höchster Weinberg“ und der gesamte Bergkegel ist ein Naturschutzgebiet.
Fakten zur Wanderung am Fuße der Limburg
- Streckenlänge: rund 6 Kilometer
- Höhenmeter: 83 Meter
- Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Lindenbrücke
Anfahrt mit Auto, Bus und Bahn bis nach Weilheim/Teck
Weilheim/Teck liegt im Kreis Esslingen und ist von Stuttgart aus am besten über die die A8 nach Weilheim/Teck erreichbar. Weiter geht es Richtung Neidlingen auf der L 1200, ca. 800 Meter nach dem Ortsausgangsschild Weilheim geht es rechts ab auf den Wanderparkplatz Lindenbrücke (rechtzeitig durch ein blaues P-Schild angekündigt).
Koordinaten: Breitengrad 48.60141, Längengrad 9.54547.
Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, fährt mit der Bahn von Stuttgart aus bis Kirchheim/Teck, dann per Bus bis zur Haltestelle Weilheim/Teck, Abzweig Hepsisau.
Von hier aus ist es ca. 1 Kilometer Fußweg bis zum Startpunkt am Wanderparkplatz. Fahrpläne sind auf der Plattform Mobilität für Baden-Württemberg abrufbar.
Wandern in Baden-Württemberg – die Route am Fuße der Limburg
Am Ende des großen, zweigeteilten Parkplatzes (1) führt eine geteerte Straße aufwärts. Es geht gleich auf einer Brücke über den Zipfelbach. 150 Meter weiter kommt ein geteerter Querweg, hier links abbiegen.
Am Fuße der Limburg wandert man jetzt mit Blickrichtung Albtrauf bei Ochsenwang, wo auch Eduard Mörike vor rund 200 Jahren oft gewandert ist. Aber so hoch geht es heute nicht hinauf.
Links geht ein Teerweg ab, man bleibt aber geradeaus und kommt an einem Holzschild vorbei, das „Zur Limburg“ nach rechts oben weist. Knapp 300 Meter danach biegt man nach links unten ab (2). Links blickend sieht man jetzt den markanten Erkenberg bei Neidlingen/Teck. Bereits nach ca. 200 Metern kommt wieder ein Querweg, hier erneut links abbiegen, zunächst dem Radwegeschild „Neidlingen“ folgend. Es geht etwas aufwärts. Kurz vor Erreichen einer Anhöhe biegt man scharf rechts ab (3) und folgt der Beschilderung „Hägeweg“ weiter aufwärts.
Jetzt kann man, am Horizont, die riesigen Gebäude von Stuttgart-Asemwald und den Fernsehturm erkennen. Auch die höheren Stadtteile von Esslingen und die Altbacher Kraftwerkstürme sind zu sehen und die Limburg in voller Pracht (mit „Württembergs höchstem Weinberg“), noch weiter rechts Aichelberg, mit dem Autobahn-Albaufstieg und der neuen ICE-Bahnstrecke, die hier in den Bossler-Tunnel mündet.
Der Schotterweg macht vor einem Waldstück eine Linkskurve. Es geht jetzt etwas steiler aufwärts, allerdings nur etwa 100 Meter weit. Dann, nach einer weiteren Linkskurve hat man eine Anhöhe erreicht. Von nun an geht es fast nur noch flach oder leicht abwärts.
Nun erreicht man einen breiten, geteerten Querweg, der nach rechts oben führt. Man geht aber geradeaus, etwas abwärts, mit schönem Blick auf Neidlingen/Teck. Auf den weißen Felsen darüber, ist die Absprungschanze für Gleitschirmflieger zu sehen. Nach ca. 200 Metern macht der Teerweg eine Linkskurve, man biegt hier rechts ab auf einen Schotterweg (4), laut Holzschild der „Weinbergweg“.
Bald sieht man die ersten Häuser von Hepsisau und kommt schließlich in den Ort rein. Nach ca. 50 Metern und einer Linkskurve kommt man zur Haldenstraße (hier kein Schild) und biegt links ab. Es geht etwas abwärts. An der Zipfelbachhalle (rechts) biegt man links ab in die Bachstraße. Nach ca. 200 Metern, biegt man erneut links ab, zunächst etwas aufwärts, auf den Kelterwiesenweg (5). Nach rund 500 Metern, leicht abwärts, kommt rechts ein kleiner Wanderparkplatz am Zipfelbach.
Danach biegt man links ab und gleich wieder rechts (6), in den Hungerbergweg. Dieser führt praktisch geradewegs und ziemlich flach auf die Limburg zu. Nach einem Kilometer kommt man am Fuße des Berges an und biegt rechts ab, auf den geteerten Weg, von vorhin. Nach weiteren 400 Metern erreicht man den Startpunkt.
Tipp: In und um Weilheim/Teck und Hepsisau wird am Sonntag, 13. April 2025 der „Kirschblütentag“ gefeiert, mit Aktivitäten wie geführten Wander- und Radwandertouren, Nordic-Walking sowie Einkehrmöglichkeiten an den Strecken.
Infos unter www.weilheim-teck.de
Kartentipp: Eine Karte mitzuführen wird empfohlen, da die Wege auf Grund Baumfällarbeiten oder witterungsbedingt gesperrt bzw. schwer begehbar sein können. LGL-Wanderkarte W238, Metzingen, Neuffen, Teck, Wiesensteig, 1:25 000, Schwäbischer Albverein, 8,50 Euro, ISBN 978-3-86398-464-9