Statistik der Deutschen Umwelthilfe
Anwohnerparken in Tübingen kostet fast zehnmal so viel wie in Stuttgart
Die Deutsche Umwelthilfe hat ermittelt, wie hoch die jährlichen Gebühren für Anwohnerparkausweise in deutschen Städten sind. Wir schauen auf die Städte in Baden-Württemberg.
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© dpa/Philipp von Ditfurth
Ein Schild weist auf eine Anwohnerparkplatz hin.
Von Michael Haug
Anwohner haben in Städten in der Regel eigene Parkplätze, die sie – gegen Bezahlung – benutzen dürfen. Wie hoch die Gebühren sind, hat die Deutsche Umwelthilfe zwischen September 2024 und Januar 2025 ermittelt. Dafür hat die Organisation Bewohner aus mehr als 100 deutschen Städten befragt.
Dabei kam heraus, dass die Gebühr für einen Anwohnerparkausweis mit 360 Euro in Bonn deutschlandweit am Teuersten ist. In Bergisch Gladbach, Wittenberg und St. Ingbert gibt es kein Bewohnerparken. In der Hauptstadt Berlin sind gerade einmal zehn Euro fällig.
Anwohnerparken kostet in Stuttgart 31 Euro
Vergleicht man die Städte aus Baden-Württemberg, so steht Tübingen an der Spitze. In der Universitätsstadt beträgt der Basistarif 240 Euro. Fahrzeuge über 2.000 Kilogramm bezahlen gar 300 Euro jährlich.
Dies sind fast zehnmal so viel wie die 31 Euro, die in Stuttgart fällig werden. Jene 31 Euro zahlt man auch in Heilbronn und Pforzheim. Damit sind diese Städte im Landesvergleich ziemlich billig, denn generell ist das Anwohnerparken in Baden-Württemberg im Bundesvergleich eher teuer.
Das kostet Anwohnerparken in Mannheim, Freiburg und Co.
Mannheim wird mit 96 Euro aufgelistet, 120 Euro werden in Reutlingen und Heidelberg fällig. In Karlsruhe kostet der Anwohnerparkausweis 180 Euro. Den zweiten Platz unter den zehn aufgelisteten Städten aus Baden-Württemberg teilen sich Ulm und Freiburg im Breisgau mit jeweils 200 Euro.
Bemerkenswert große Unterschiede gibt es derweil in Koblenz. Die Gebühr ist in der Moselstadt abhängig von der Grundfläche der Fahrzeuge. Je nach Fahrzeuggröße variiert hier die Anwohnerparkgebühr zwischen 100 und 240 Euro.