Vatikan
Papst setzt Therapie fort – Trauer über Flutopfer in Argentinien
Aussicht auf Entlassung aus dem Krankenhaus gibt es zwar noch nicht, aber manches deutet darauf hin, dass sich der Zustand von Papst Franziskus langsam verbessert. Kummer bereitet ihm eine Katastrophe in der Heimat.

© dpa/Andrew Medichini
Viele junge Menschen beten für den Papst.
Von red/KNA
In der vierten Woche seines Krankenhausaufenthalts stabilisiert sich der Gesundheitszustand des Papstes offenbar weiter. Franziskus habe erneut eine ruhige Nacht verbracht, er ruhe sich aus, teilte der Vatikan am Montag mit. Nach dem Aufwachen habe er seine Therapie mit Atem- und Bewegungsübungen fortgesetzt. Zudem sei ihm über eine Nasenkanüle erneut Sauerstoff verabreicht worden. Die Situation sei insgesamt stabil, die Prognose bleibe indes zurückhaltend, hieß es. Am Montagabend wollten sich die behandelnden Mediziner wieder zu Wort melden.
Bereits am Wochenende hatten die Ärzte von einem moderat verbesserten Zustand gesprochen. Der an einer beidseitigen Lungenentzündung erkrankte 88-Jährige spreche gut auf die Behandlung an. Der Gasaustausch in den Atmungsorganen funktioniere inzwischen besser.
Wie am Vortag verfolgte Franziskus am Montag die jährlichen gemeinsamen Fasten-Meditationen des leitenden Vatikan-Personals per Videoschalte von einem Sessel aus. Die geistlichen Exerzitien in der vatikanischen Audienzhalle werden vom Prediger des Päpstlichen Hauses, Pater Roberto Pasolini, geleitet. Ab diesem Montag können Interessierte die bis 14. März dauernden Exerzitien täglich ab 17 Uhr über das Portal Vatican News verfolgen.
Weiter Gebete für den Papst
Anteil nahm der Papst auch am Schicksal der Betroffenen einer Flutkatastrophe in Argentinien. Wie das vatikanische Presseamt mitteilte, ließ er sich über die Ereignisse in Bahia Blanca informieren, wo am Sonntag nach Überflutung infolge extremer Regenfälle zahlreiche Bewohner ihr Leben verloren hatten. Argentiniens Präsident Javier Milei rief eigens eine Staatstrauer für die Opfer aus.
Unterdessen setzt der Vatikan die allabendliche Gebetsandacht für die Genesung des Papstes fort. Wegen der traditionellen Einkehrtage der römischen Kurie findet das Rosenkranzgebet bis 14. März allerdings nicht um 21 Uhr auf dem Petersplatz, sondern um 18 Uhr in der vatikanischen Audienzhalle statt. Außenstehende können jedoch über die Bildschirme des Petersplatzes oder über die vatikanischen Medien daran teilnehmen. An diesem Montagabend wird Kardinal Kevin Farrell die Zeremonie leiten.
Der Papst befindet sich seit dem 14. Februar in der römischen Gemelli-Klinik. Mehrfach kam es seither zu Anfällen mit akuter Atemnot. Aussicht auf eine baldige Entlassung aus dem Krankenhaus gibt es derzeit nicht. Wie bereits in den vergangenen dreieinhalb Wochen wurden die päpstlichen Termine abgesagt oder durch Kurienkardinäle übernommen.