Diplomatie der USA mit Russland

Sondergesandter Steve Witkoff verlässt Moskau

Einen halben Tag lang war ein Vertrauter von US-Präsident Trump in Moskau und sollte dort auch Kremlchef Putin treffen. Nun ist er abgereist, und es bleibt die Frage: Hat er oder hat er nicht?

Sondergesandter aus den USA: Steve Witkoff (Archivbild)

© IMAGO/NurPhoto/IMAGO/Andrew Thomas

Sondergesandter aus den USA: Steve Witkoff (Archivbild)

Von red/dpa

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff ist nach russischen Medienberichten in der Nacht wieder aus Moskau abgereist. Zu einem vom Kreml für Donnerstagabend angekündigten Treffen des Amerikaners mit Präsident Wladimir Putin gab es weiterhin keine Angaben.

Das Geschäftsflugzeug, das Witkoff angeblich nutzt, sei nachts in Moskau gestartet und nach Baku geflogen, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Sie bezog sich auf Daten des Ortungsdienstes Flightradar24. Witkoff war am Donnerstagmittag in der russischen Hauptstadt eingetroffen.

Der Vertraute von US-Präsident Donald Trump war nach Angaben des Weißen Hauses nach Moskau geschickt worden, um dort den US-Vorschlag einer 30-tägigen Feuerpause im Ukraine-Krieg vorzustellen. Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow kündigte ein Treffen mit dem Kremlchef an, sagte aber, dass es nicht öffentlich sein werde. 

Putin knüpft Waffenruhe an viele Bedingungen

Putin selbst äußerte sich am Donnerstag vor der Presse zu dem US-Vorschlag einer Waffenruhe. An eine mögliche Zustimmung Moskaus knüpfte er viele Vorbedingungen, die letztlich auf die bekannten Maximalforderungen an die Ukraine herauslaufen. Putin traue sich nicht, Trump offen zu sagen, dass er den Krieg fortsetzen wolle, urteilte der ukrainische Präsident Selenskyj später.

Zum Artikel

Erstellt:
14. März 2025, 08:50 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen