Nach Tod von Kim Sae Ron
Vorwürfe gegen Schauspieler Kim Soo Hyun
Der tragische Tod von Kim Sae Ron hat eine Welle von Vorwürfen und rechtlichen Drohungen ausgelöst. Während ihre Familie YouTuber und Medien für die Eskalation der Situation verantwortlich macht, weisen diese alle Anschuldigungen zurück.

© Quelle: Unbekannt
Von Katrin Jokic
Nach dem tragischen Tod der südkoreanischen Schauspielerin Kim Sae Ron sind schwerwiegende Vorwürfe gegen ihren ehemaligen Management-Kollegen und Schauspieler Kim Soo Hyun sowie gegen den YouTuber Lee Jin Ho erhoben worden.
Kim Soo Hyun und sein Management „Gold Medalist“ weisen die Anschuldigungen entschieden zurück und kündigen rechtliche Schritte an.
Aussagen der Tante von Kim Sae Ron
Die Tante der verstorbenen Schauspielerin Kim Sae Ron äußerte sich auf dem YouTube-Kanal Hoverlab (auch bekannt als „Garo Sero Research Institute“) zu einer angeblichen früheren Beziehung zwischen Kim Sae Ron und dem Schauspieler Kim Soo Hyun. Laut ihren Angaben soll die Beziehung im Jahr 2015 begonnen und bis 2021 angedauert haben. Zum damaligen Zeitpunkt war Kim Sae Ron 15 Jahre alt, während Kim Soo Hyun 27 Jahre alt war (1).
Weiterhin behauptete die Tante, dass Kim Sae Ron während der Beziehung unentgeltlich Talente gefördert und Schauspielunterricht gegeben habe, um Kim Soo Hyun bei der Gründung einer eigenen Management-Agentur zu unterstützen. Die Beziehung sei im Jahr 2022 endgültig beendet worden, nachdem Kim Sae Ron aufgrund eines Vorfalls mit Trunkenheit am Steuer vor Gericht stand.
Darüber hinaus erklärte die Tante, dass das Management von Kim Soo Hyun, „Gold Medalist“, rund 700 Millionen Won (ca. 443.000 Euro) gezahlt habe, um die rechtlichen und finanziellen Folgen des Vorfalls zu begleichen. Nachdem Kim Sae Rons Vertrag mit der Agentur ausgelaufen war, soll sie 2024 zur Rückzahlung dieser Summe aufgefordert worden sein.
Laut der Tante habe Kim Soo Hyun in dieser Zeit den Kontakt zu Kim Sae Ron vermieden und auf keine Anrufe reagiert. Zudem soll er private Telefonnummern aus ihrem Umfeld an die Presse weitergegeben haben, was sie als Vertrauensbruch empfunden habe. Nach den Angaben ihrer Tante habe dies erheblichen emotionalen Stress verursacht, der schließlich zu ihrem Suizid beigetragen habe.
Kim Soo Hyun: Management weist Vorwürfe zurück
Das Management von Kim Soo Hyun, „Gold Medalist“, hat die gegen den Schauspieler erhobenen Anschuldigungen zurückgewiesen (2). In einer offiziellen Stellungnahme erklärte die Agentur, dass die Behauptungen des YouTube-Kanals „Garo Sero Research Institute“ nicht der Wahrheit entsprechen. Man werde rechtliche Schritte einleiten. Zudem kritisierte „Gold Medalist“ die Verbreitung von Falschinformationen und wies auf die möglichen Auswirkungen solcher Behauptungen hin.
Kritik an altem Interview
Ein Interview von Kim Soo Hyun aus dem Jahr 2013 sorgt in sozialen Medien für Diskussionen. Darin äußerte er, sich vorstellen zu können, mit 41 Jahren eine 21-jährige Frau zu heiraten. Die Bemerkung wird nun im Kontext der aktuellen Vorwürfe als problematisch angesehen und sorgt für Kritik.
YouTube-Kanal kündigt Anzeige an
Das YouTube-Kollektiv „Garo Sero Research Institute“, das für Enthüllungen über Prominente bekannt ist, kündigte an, rechtliche Schritte gegen Kim Soo Hyun einzuleiten. Der Kanal ist laut "The Korea Times" für sensationelle Berichterstattung bekannt und wurde in der Vergangenheit oft kritisiert. Nachdem "Gold Medalist" die Anschuldigungen zurückwies und rechtliche Schritte ankündigte, reagierte der YouTube-Kanal mit Spott. Der Kanal warf Kim Soo-hyun vor, die trauernde Familie einzuschüchtern, und griff ihn mit sarkastischen Kommentaren an, insbesondere weil er nicht zur Beerdigung von Kim Sae-ron erschienen war. (3)
Vorwürfe gegen YouTuber Lee Jin Ho
Parallel dazu erhebt der Vater der verstorbenen Schauspielerin Kim Sae Ron Vorwürfe gegen den YouTuber Lee Jin Ho. In einem Interview erklärte er, dass seine Tochter unter der Berichterstattung von Lee Jin Ho gelitten habe. Ein Video des YouTubers vom 8. Januar, in dem er über Kim Sae Rons angeblich mangelnde Reue spekulierte, habe sie besonders belastet. Ihr Vater kündigte an, rechtliche Schritte gegen Personen einzuleiten, die falsche Gerüchte über seine Familie verbreitet haben.
einzuleiten, die falsche Gerüchte über seine Familie verbreitet haben. Er betonte, dass seine Familie, insbesondere Kim Sae Rons Geschwister, erheblich unter den Vorwürfen gelitten habe.
Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 und unter www.telefonseelsorge.de erreichbar. Eine Liste mit Hilfsangeboten findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention: https://www.suizidprophylaxe.de/