Architektur in Stuttgart

Was ist die Lieblingsfarbe der Architekten?

Ob Architektinnen und Architekten immer noch am liebsten in Schwarz gewandet an ihren Entwürfen arbeiten und was es mit der Nichtfarbe in der Mode und Architektur auf sich hat – eine illustre Runde in Stuttgart geht den Fragen nach.

Schwarze Brille, nachtblauer Anzug, pastellfarben gestreifte Fliege  – so ließ sich der Architekt Le Corbusier (1887-1965)   in seinem Studio, Frankreich in den 1960er Jahren fotografieren.

© imago/United Archives/Wolfgang Kühn

Schwarze Brille, nachtblauer Anzug, pastellfarben gestreifte Fliege – so ließ sich der Architekt Le Corbusier (1887-1965) in seinem Studio, Frankreich in den 1960er Jahren fotografieren.

Von Nicole Golombek

Schwarz, schlicht, stilvoll – aber auch einfallslos? Eine der provokanten Antworten auf die Frage „Warum tragen Architekten Schwarz?“ lautet: Weil sie keinen Sinn für Fantasie und Vorstellungskraft haben.“ Cordula Raus Buch, das 2001 auch diese Frage auf Englisch gestellt hat, erscheint jetzt in einer Neuauflage.

Diskussion im Stuttgarter Römerkastell

Freilich haben auch Architekten wie Le Corbusier schon beherzt zu Nachtblau im Kleiderschrank gegriffen. Doch in der Tat scheint den Architektinnen und Architekten – überhaupt kreativen Menschen aus Theater, Design, Fotografie und Film – die Nichtfarbe besonders zu behagen, schaut man sich Fotografien von Auftritten von Philippe Starck an oder von seinem japanischen Kollegen Shigeru Ban, auch die im Jahr 2016 gestorbene Architekin Zaha Hadid trug gern Schwarz, gelegentlich strahlendes Kobaltblau.

Seit der Erstausgabe von „Why Do Architects Wear Black?“ sind fast 25 Jahre vergangen. Hat sich seither nicht nur die Mode von Architektinnen und Architekten gewandelt?, das ist eine der Fragen, die zur Präsentation am 13. März um 18.30 Uhr in der Häfele Blackbox (Naststraße 15B) im Stuttgarter Römerkastell gestellt werden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Marcel Rijkse, Design Manager für Mode und Accessoires aus Berlin, wird über das Thema „Die Ästhetik der Dunkelheit: Schwarz als Ausdruck in Mode und Kultur“ sprechen. Anschließend findet eine Diskussion statt mit Marcel Rijske, Cordula Rau und den Architekten und Designern Wiel Arets (Wiel Arets Architects, Amsterdam), Mark Jenewein (LOVE architecture + urbanism, Graz) sowie Nicole Schwarz und David Marold vom Birkhäuser Verlag aus Basel.

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Erstellt:
7. März 2025, 15:02 Uhr

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