Aktienkurse im Tiefflug

Weißes Haus spielt US-Rezessionssorgen herunter

Zollstreitereien und politische Unsicherheit verdunkeln die wirtschaftlichen Aussichten der USA und lassen Aktienkurse fallen. Das Weiße Haus mahnt zur Geduld.

Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißes Hauses, sprach von einer „Phase des wirtschaftlichen Übergangs“.

© dpa/Jacquelyn Martin

Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißes Hauses, sprach von einer „Phase des wirtschaftlichen Übergangs“.

Von red/dpa

Das Weiße Haus hat Sorgen über sinkende Aktienkurse und einen möglichen Abschwung in den USA beschwichtigt. „Wir sind in einer Phase des wirtschaftlichen Übergangs“, sagte Sprecherin Karoline Leavitt bei einer Pressekonferenz. Sinkende Börsenkurse seien eine Momentaufnahme.

In den vergangenen Tagen hatte unter anderem Verunsicherung zu zunächst angekündigten und dann zurückgezogenen Zöllen für Unsicherheiten an den Märkten und große Verluste gesorgt. Analysten der Federal Reserve Bank in Atlanta gehen für das erste Quartal von einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung aus.

Vorgänger Joe Biden habe das Land in einem „wirtschaftlichen Desaster“ hinterlassen, sagte Leavitt. Viele Wirtschaftsindikatoren und Wachstumsprognosen waren allerdings unter dem Demokraten besser als zuletzt unter Trump.

Weißes Haus verteidigt Zölle

Langfristig würden die Zölle dafür sorgen, dass mehr Produkte in den USA hergestellt werden und Industriestädte wie Detroit wiederbelebt würden, sagte Leavitt. Viele Unternehmen hätten erhebliche Investitionen in den Vereinigten Staaten angekündigt. Sie bezifferte die Gesamtsumme auf zwei Billionen Dollar private Investments. Es ist allerdings unklar, wie dieser Betrag zustande kommt und ob Konzerne nicht ohnehin bereits diese Investitionen geplant hatten.

Über Trump sagte Leavitt: „Er will, dass die amerikanischen Menschen so viel Geld in ihren Taschen haben, dass sie gar nicht wissen, was sie damit machen sollen.“

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Erstellt:
11. März 2025, 20:38 Uhr

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