Debatte im Renitenztheater Stuttgart:
Ist die Kultur gefährdet, Hasko Weber?
Das „Netzwerk Gemeinsam gegen rechts – für eine bessere Demokratie“ bringt am 10. März Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Theater-Grandseigneur Hasko Weber gemeinsam auf die Bühne.

© Staatstheater Cottbus/Schlager
Noch immer engagiert: Hasko Weber
Von Nikolai B. Forstbauer
Gibt es einen „Kulturkampf von rechts“, wie ihn aufmerksame Beobachterinnen und Beobachter vor allem in Ostdeutschland erkennen? Und ist dieser vielleicht auch im Südwesten bereits spürbar? Vor allem in Kunstvereinen und in Theatern werden diese Fragen aktuell debattiert. Grund genug, genauer auf die Anlässe solcher Beobachtungen zu schauen. Eben dies hat sich eine illustre Runde für Montag, 10. März, vorgenommen: Im Stuttgarter Renitenztheater, im Alltag eher ein Ort für versöhnliche und aufmunternde Töne, geht es von 20 Uhr an um die Frage: „Wie bedroht sind unsere Kultur und unsere Kulturarbeit?“.
Mit dabei sind auf dem von der Literaturkritikerin Julia Schröder moderierten Podium Petra Olschowski (Grüne), Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst; Hasko Weber, Intendant des Nationaltheaters Weimar, die Sängerin Fola Dada (sie wird zusammen mit dem Gitarristen Christoph Neuhaus auch Musik machen) und Andreas Kämpf, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und Soziokulturellen Zentren in Baden-Württemberg. Organisiert wird der Abend – der Eintritt ist frei – durch das Netzwerk Gemeinsam gegen rechts – für eine bessere Demokratie.
Besonders gespannt sein darf man auf Hasko Weber. Von 2002 bis 2013 am Schauspiel Stuttgart tätig, von 2005 bis 2013 als Intendant, ist Hasko Weber in Stuttgart noch immer als betont politischer und dabei Theatermann in Erinnerung. Aktuell noch Intendant in Weimar, übernimmt Hasko Weber zur Spielzeit 2025/2026 die Leitung des Staatstheater Cottbus.