Entscheidung gefallen
So viel Dividende erhalten die Aktionäre von Volkswagen
Der VW-Konzern befindet sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Das wirkt sich auch auf die jährliche Ausschüttung an die Aktionäre aus. Nun haben sich Vorstand und Aufsichtsrat festgelegt.

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VW-Chef Oliver Blume: VW geht die vielen Herausforderungen an.
Von Klaus Köster
Der Wolfsburger Volkswagen-Konzern hat im vergangenen Geschäftsjahr einen operativen Gewinn von 19,1 Milliarden Euro erzielt – das ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von 15 Prozent. Diese Entwicklung wirkt sich auch auf die Dividende aus, bei der das Unternehmen zu einem die Aktionäre angemessenen am Geschäftserfolg beteiligen will und zum anderen eine kontinuierliche Entwicklung der Ausschüttung anstrebt. Nun haben Vorstand und Aufsichtsrat ihren Vorschlag für die Höhe der Dividende bekanntgegeben. Diese wird dann von der Hauptversammlung in aller Regel auch so beschlossen.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr wird Volkswagen seinen Aktionären eine Dividende von 6,30 Euro Stammaktie und 6,36 Euro je Vorzugsaktie ausschütten. Im vergangenen Jahr hatte die Ausschüttung 9,00 Euro je Stamm- und 9,06 Euro je Vorzugsaktie betragen.
Endgültig beschlossen wird die Höhe der Dividende, die im Gegensatz zu den Zinsen für Fremdkapitalgeber aus dem versteuerten Gewinn bezahlt wird, erst durch die Hauptversammlung, die bei VW am 16. Mai virtuell tagen wird. Ausgezahlt wird sie in der Regel drei Geschäftstage nach der Hauptversammlung.
Am Tag nach der Hauptversammlung verliert das Papier oft an Wert, weil dann der Dividendenanspruch verloren geht. Denn die Ausschüttung erfolgt nicht an denjenigen, der das Papier zum Zeitpunkt der Fälligkeit – also drei Tage nach der Hauptversammlung – besitzt, sondern an denjenigen, der es am Tag der Hauptversammlung gehalten hatte.
VW-Aktie bringt mehr Dividende als Mercedes
Beim Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz haben die Aktionäre bereits entschieden – das Unternehmen schüttet 4,30 Euro pro Aktie aus, was einen Rückgang um einen Euro gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der Stuttgarter Autobauer schüttet in der Regel rund 40 Prozent des Konzernergebnisses an die Aktionäre aus, Volkswagen strebt eine Ausschüttungsquote von mindestens 30 Prozent an.
Volkswagen befindet sich in einer wirtschaftlich herausfordernden Lage – unter anderen, weil das Geschäft im besonders wichtigen chinesischen Markt lahmt. Ein großes Sparprogramm, das Ende 2024 zwischen Unternehmensleitung und der IG Metall vereinbart wurde, soll das Unternehmen bei den Kosten wettbewerbsfähiger machen. Dazu gehört auch die Verlagerung von Fertigung ins kostengünstigere Ausland.