Woltemade und Co. heiß auf EM-Generalprobe
Das Spiel der U-21-Nationalelf gegen die starken Spanier wird für die Mannschaft zur Reifeprüfung.
Von sid
Frankfurt - Nach der Stippvisite im „schönen“ EM-Gastgeberland richtete sich der Fokus von Antonio Di Salvo schnell auf die wichtige Standortbestimmung in der Heimat. „Das Spiel wird komplett anders, die Spanier werden uns viel mehr fordern, weil die nochmal eine ganz andere Qualität haben“, sagte der deutsche U-21-Trainer nach dem zähen 1:0-Sieg in der Slowakei. Am Dienstag (20.30 Uhr/Sat.1) in Darmstadt wartet gegen den „Hochkaräter“ von der iberischen Halbinsel eine Reifeprüfung auf die deutsche Auswahl.
Das Ziel ist es laut dem Coach, dem „Topfavoriten“ der EM-Endrunde im Sommer (11. bis 28. Juni) das Leben „so schwer wie möglich“ zu machen. Gegen die Spanier brauche die DFB-Auswahl im Vergleich zum Freitagabend „von allem etwas mehr“, betonte Di Salvo. „Pressing, Spielaufbau, Passspiel: Wir müssen kompakt stehen, wollen wieder nichts zulassen und die Chancen, die wir bekommen, eiskalt nutzen.“
So wie Brajan Gruda von Brighton & Hove Albion, der mit seinem Treffer zum Auftakt ins EM-Jahr den Unterschied gemacht hatte. Hinten musste Torhüter Noah Atubolu vom SC Freiburg keinen einzigen Ball halten. „Schwieriges Spiel, ekliger Gegner“, analysierte Nick Woltemade vom VfB Stuttgart, der eine große Stütze des U-21-Nationalteams ist und das Tor von Gruda mit viel Übersicht vorbereitet hatte. Die Slowaken seien „genau das“ gewesen, „was uns auch bei der EM erwartet“.
Bei der Endrunde der Europameisterschaft trifft die DFB-Auswahl in der Gruppenphase auf Slowenien, Tschechien und Titelverteidiger England, die Leistungsdichte in der U21 ist dabei enorm. Beispiele gefällig? Spanien verlor in einem Test im vergangenen Jahr gegen die Slowaken mit 0:2, am Freitag gab es für den Olympiasieger gegen Deutschlands Gruppengegner Tschechien lediglich ein 2:2.
„Wir haben einen guten Start ins EM-Jahr hingelegt“, resümierte Di Salvo auch deswegen, das Ergebnis und die stabile Defensive stimmten ihn am Ende rundum „zufrieden“. Seit dem Vorrundenaus bei der EM 2023 in Georgien mit Niederlagen gegen Tschechien und England ist die deutsche Auswahl seit 14 Spielen ungeschlagen, der dreimalige Europameister (2009, 2017, 2021) gehört wieder zu den Mitfavoriten. Das gilt es nun, am Böllenfalltor vor großer Kulisse einmal mehr unter Beweis zu stellen. „Wir freuen uns alle tierisch auf das Spiel“, sagte Di Salvo, der seinen Vertrag beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) erst kürzlich bis 2027 verlängert hat – und nun mit seiner Mannschaft ein Statement setzen will.