Thailand, Myanmar und China betroffen

Stärke 7,7: Sehr schweres Erdbeben erschüttert Südostasien

In den südostasiatischen Ländern Myanmar und Thailand hat minutenlang die Erde gebebt. Die thailändische Regierung hat für Bangkok den Notstand ausgerufen. Auch in China gibt es Schäden.

Rettungskräfte arbeiten an der Stelle eines Hochhauses, das nach einem Erdbeben der Stärke 7,7 in Bangkok, Thailand, eingestürzt ist

© AP/Sakchai Lalit/dpa

Rettungskräfte arbeiten an der Stelle eines Hochhauses, das nach einem Erdbeben der Stärke 7,7 in Bangkok, Thailand, eingestürzt ist

Von Markus Brauer/AFP/dpa

Ein sehr starkes Erdbeben hat unter anderem die thailändische Hauptstadt Bangkok erschüttert. Das Deutsche Geoforschungsinstitut (GFZ) in Potsdam meldete eine Bebenstärke (Magnitude) von 7,6 in einer Tiefe von rund 20 Kilometer. Die US-Erdebebenwarte USGS verzeichnete die Stärke 7,7.

Das Epizentrum des Bebens war in der Nähe der Stadt Mandalay. Zunächst gab es keine Berichte über Schäden und Opfer in den südostasiatischen Ländern.

In Thailand bebet minutenlang die Erde

In Bangkok bebte minutenlang die Erde, Menschen verließen in Panik ihre Häuser. Im Stadtteil Silom im Zentrum der Hauptstadt waren Tausende Menschen auf der Straße, viele rannten umher.

Sofort waren auch Helfer im Einsatz, die die Menschen anleiteten, sich unter freien Himmel zu begeben und die Gebäude zu verlassen. Aus den Krankenhäusern wurden Patienten auf die Straßen gebracht.

Die thailändische Regierung hat für Bangkok den Notstand ausgerufen. Regierungschefin Paetongtarn Shinawatra verkündete die Entscheidung am Freitag (28. März) wegen der Folgen eines Bebens. Die Ministerpräsidentin hatte eine Reise abgebrochen, um eine Dringlichkeitssitzung ihrer Regierung abzuhalten.

Mehrere Regionen in China vom Beben betroffen

Das heftige Erdbeben hat auch Teile Chinas getroffen. Wie das chinesische Staatsfernsehen berichtet, war das Beben auch in der an Myanmar angrenzenden Provinz Yunnan in Südwestchina deutlich zu spüren. Betroffen waren unter anderem die Großstadt Kunming oder die bei Touristen beliebten Orte Lijiang und Dali.

Der Katastrophenschutz in der Stadt Ruili sprach von Schäden an Häusern und Verletzen, wie chinesische Medien unter Berufung auf die Behörde berichteten. Ein Video auf der chinesischen Online-Plattform Weibo, Chinas Pendant zur Plattform X, zeigte Trümmerteile auf einer Straße in Ruili und Schäden an einem Hausdach. Auch in den chinesischen Provinzen Guizhou und Guangxi waren die Erdstöße zu spüren.

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Erstellt:
28. März 2025, 09:46 Uhr
Aktualisiert:
28. März 2025, 11:11 Uhr

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